Weltreligionen-Weltfrieden-Weltethos

„WeltReligionen-WeltFrieden-WeltEthos“

30. März - 5. Mai 2017

Vernissage: Donnerstag, 30. März 2017, 18.00 Uhr, Kreuzkirche Dresden

Gäste: Prof. Martin Gillo, Walter Lange
Musik: Ensemble cum passione

Die Ausstellung Weltreligionen-Weltfrieden-Weltethos lädt ein, die faszinierende Welt der Religionen und die grundlegende Bedeutung ethischer Maßstäbe gerade für unsere heutige Welt besser zu verstehen. Spätestens nach dem 11. September 2001 und angesichts neuer Bedrohungen haben viele Menschen eingesehen, wie Recht der Theologe Hans Küng hatte, als er schon 1989 seine Vision von einem friedlichen Zusammenleben der Menschheit so formulierte:

- Kein Frieden zwischen den Nationen ohne Frieden unter den Religionen.
- Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.
- Kein Überleben unseres Globus ohne ein globales Ethos, ein Weltethos.

Prof. Küng ist überzeugt: Religionen können, bei aller Ambivalenz und allem Missbrauch, Sinn stiften, können Förderer des Friedens und der Versöhnung sein, können auch dem heutigen Menschen ethische und persönliche Orientierung vermitteln.

Bei allen Unterschieden ist es heute wichtiger denn je, sich auf die Gemeinsamkeiten der Weltreligionen im Ethos zu besinnen: Als Grundlage für den Dialog, aber auch angesichts der Herausforderungen in Erziehung, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft überhaupt, vor denen alle Gesellschaften weltweit im 21. Jahrhundert stehen.

Leider wissen Menschen aller Religionen viel zu wenig voneinander, wissen vor allem viel zu wenig über das Gemeinsame in all den religiösen und ethischen Traditionen.

Die Ausstellung Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos möchte um Wissen und Verständnis werben.

An 15 Tafeln entlang kann der Betrachter, die Betrachterin erkennen, was zum ethischen Erbe der Menschheit gehört: Es umfasst sowohl säkulare Traditionen humanistischer Ethik als auch die Traditionen religiöser Ethik.
Inspiriert vom »Projekt Weltethos« verabschiedete das Parlament der  Weltreligionen 1993 in Chicago die »Erklärung zum Weltethos«, in der sich Repräsentanten aller Weltreligionen erstmals auf den Kern eines gemeinsamen Ethos verständigt hatten: 

Auf das Prinzip Menschlichkeit »Jeder Mensch soll menschlich behandelt werden« (Tafel 9) und auf die »Goldene Regel«, die in allen Religionen und vielen philosophischen Traditionen zu finden ist (Tafeln 10–11). Daraus ergeben sich vier konkrete ethische Prinzipien: die Verpflichtung auf Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und verantwortliche Partnerschaft (Tafeln 12–15).

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ausstellung sind acht Weltreligionen: Sie stellt die großen Leit- und Stifterfiguren und zentrale Heilige Texte dar. Sie erklärt das Wesen der jeweiligen Religion.



Wenn wir täten, was wir sollten, und nicht machten, was wir wollten, so hätten wir auch, was wir haben sollten.