Condition Humaine

Eine Ausstellung des Coventry/Dresden Arts Exchange

12. Februar bis 6. März 2019 - Ausstellungskapelle der Kreuzkirche
Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Kirche besichtigt werden!
(Februar: Montag 11.00 Uhr – 18.00 Uhr
Dienstag – Sonnabend 11.00 Uhr – 15.00 Uhr
Sonntag 12.00 Uhr – 15.00 Uhr
März: Montag – Freitag 10.00 Uhr – 18.00 Uhr
Sonnabend 10.00 Uhr – 15.00 Uhr
Sonntag 12.00 Uhr – 18.00 Uhr)

Vier Künstler setzen sich aus unterschiedlichen Blickrichtungen und in verschiedenen Kontexten mit einer Grundfrage auseinander: Wie lebt der Mensch? Es sind bildliche Erzählungen von Kampf, Katastrophen, Mut, neu Aufstehen und Kraft für den Neubeginn - starke Metaphern auch für das Schicksal der Städte Dresden und Coventry.
Die Städtepartnerschaft zwischen Dresden und Coventry jährt sich 2019 zum 60. Mal. Es ist eine Geschichte von Annäherung, Verständigung und Versöhnung. Ganz in diesem Sinne rief John Yeadon aus Coventry gemeinsam mit dem Dresdner Jean Kirsten 2012 den Coventry/Dresden Arts Exchange ins Leben, der sich dem künstlerischen Austausch zwischen Coventry und Dresden widmet. Bis heute sind vielfältige Begegnungen, gemeinsame Ausstellungen und Projekte von Künstlern beider Städte das Ergebnis. Anlässlich des Jubiläums der Städtepartnerschaft folgt nun die Ausstellung „Condition humaine“.
Die Ausstellung reflektiert die Kraft der Kunst und Kultur, die Grenzen überwinden, Achtung fördern und Menschen für gemeinsames Tun begeistern kann. Trotz des Brexit oder auch gerade seinetwegen verfolgt der Coventry/Dresden Arts Exchange das Ziel, die starke, schon lange währende Freundschaft mit unseren Nachbarn in Europa insbesondere im Jahr 2019, das auch das Jahr des Brexit ist, kulturell zu bekräftigen. Und es gibt weitere Perspektiven: Coventry wird 2021 „City of Culture“ des Vereinigten Königreichs sein. Im Vorgriff darauf wird diese Ausstellung auch in der Coventry Cathedral gezeigt, dem Ausgangspunkt und Zentrum der Versöhnung nicht nur zwischen Coventry und Dresden.

Die Künstlerinnen und Künstler:

Kerstin Franke-Gneuß, geboren 1959 in Meißen
Studium 1978 – 1984 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
1989 Mitbegründerin der Dresdner Sezession 89 e.V.
seit 1991 Kunst im öffentlichen Raum
2016 Felix Hollenberg-Preis
Ausstellungen in Belgien, Brasilien, Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Ungarn, USA
Radierungen als Bewegungen zwischen Dunkelheit und Licht

Lisa Gunn, geboren 1976 in Coventry
Studium an der Coventry University [BA Hons 2004] und am Royal College of Art London [MA Grafik 2009]
Ausstellungen in England, Italien, USA, VAE
Während ihres BA-Studiums erlitt sie einen schweren Unfall und ist seither querschnittsgelähmt. In der Bildserie "Metamorphosen“ stellt sie Zerstörung und Genesung anhand von Eisbergen dar, in die ihre eigenen Röntgenbilder eingearbeitet sind.

Monika Marten, geboren 1950 in Dresden
Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
Studienaufenthalte in Südfrankreich, England, Tschechische Republik
Ausstellungen in England, Frankreich, Rumänien, Tschechische Republik
Collagen und Assemblagen zum Thema Leid und Zerstörung

John Yeadon, geboren 1948 in Burnley in Lancashire
Studium 1966 – 1969 am Hornsey College of Art und 1969 – 1972 am Royal College of Art in London
1973 Berufung an die Coventry University, 30 Jahre Lehrtätigkeit, zuletzt Studienleiter MA Fine Art
Gastprofessuren u.a. am Royal College of Art und der Slade School of Fine Art des University College London
Studienaufenthalte in der Cité des Arts Paris 1970 und in Prag 1981 als Gast des Künstlerfonds
Ausstellungen in Deutschland, England, Portugal, Niederlande, Hong Kong, u.a.
Malerei, Zeichnung und Grafik aus verschiedenen Schaffensperioden, besonders zu Themen wie Endzeit oder Bedingungen des Mensch-Seins.



Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.