Meine! Deine! Unsere Geschichte!

Ausstellung zur Geschichte der sowjetischen und deutschen Juden
im 20. Jahrhundert

Von Mittwoch, 4. März bis 26. März 2020
Ausstellungskapelle der Kreuzkirche Dresden
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Kirche zu besichtigen.

Die Geschichte Deutschlands und der Sowjetunion von 1917 bis 1991 weist zahlreiche, oft unbekannte Verbindungslinien auf, nicht nur unter den Diktatoren Hitler und Stalin. Wenige wissen, dass einem der letzten Beschlüsse des Ministerrates der (Noch-)DDR am 11. Juni 1990 zufolge „ausländischen jüdischen Bürgern, denen Verfolgung oder Diskriminierung droht, aus humanitären Gründen Aufenthalt gewährt“ wird. Die damit ermöglichte Zuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion bzw. Russland macht deutlich, dass es eine Geschichte von Gemeinsamkeiten gibt, die heutiges Zusammenleben in Deutschland prägen.
Aus diesem Grund haben Schüler und Schülerinnen Marie-Curie-Gymnasiums Dresden mit Lehrerinnen und Historikerinnen diese Ausstellung erarbeitet. Sie umfasst als Vorgeschichte die Jahre seit 1875 und führt über die Zeit der Perestroika bis zur Auflösung der Sowjetunion.

Ausstellungsgespräch am Montag, 9. März 2020, 18.30 Uhr in der Kreuzkirche, Ausstellungskapelle
Berichte und Diskussion zur Entstehung der Ausstellung zur Geschichte der sowjetischen und deutschen Juden im 20. Jahrhundert, zu den dabei gewonnenen Einsichten, zu Reaktionen von Ausstellungsbesuchern und zur Bedeutung der gezeigten Verbindungslinien für das gegenseitige Verstehen mit Juden aus der Sowjetunion und Russland, die nach Deutschland gekommen sind.
Teilnehmer: jetzige und ehemalige Schüler  des Marie-Curie-Gymnasiums, Dresden; Dr. Antje Meurers, Dr. Bärbel Falke und Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Dresden.

Ankommen: Hoffnungen - Enttäuschungen – Neuanfang
In Dresden lebende Juden aus der früheren Sowjetunion berichten über ihr Leben in Dresden Podiumsgespräch mit Diskussion am Dienstag, 17. März 2020, 18.30 Uhr in der Kreuzkirche, Ausstellungskapelle
Aus der ehemaligen Sowjetunion zugewanderte Juden in Dresden der älteren, mittleren und jüngeren Generation berichten von Verfolgungen und Diskriminierungen vor der Ausreise, über den Start in Dresden und die erhaltene und die fehlende Unterstützung damals und heute. Dabei werden grundsätzliche Fragen des Zusammenlebens, der Integration, der Notwendigkeit und Möglichkeiten, dass andere Hilfestellung geben, erörtert.

Führungen für Schulklassen und Gruppen können organisiert werden über: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden. Tel. 0352 494 33 48 oder info@cj-dresden.de

Da mir Gott ein fröhliches Herz gegeben hat, so wird er mir schon verzeihen, wenn ich ihm fröhlich diene.