Eine neue Orgel für die Chorempore der Kreuzkirche

Süddeutsche Klänge in der Kreuzkirche

Endlich ist es soweit – die Kreuzkirche bekommt eine sogenannte „Truhenorgel“ für das gottesdienstliche Musizieren auf der Chorempore! Dieses besondere Instrument wird Anfang Juni gleich zweimal in seinen Dienst gestellt: Im Orgelzykluskonzert am Mittwoch, dem 1. Juni 2022 um 20.00 Uhr erklingt es erstmals unter den Händen von Kreuzorganist Holger Gehring zusammen mit der Capella Sanctae Crucis auf historischen Instrumenten des Barock in einem großen Orgel-Orchesterkonzert auf dem Altarplatz, wo es die Besucher auch in Augenschein nehmen können. Unter dem Motto „Frühling anno 1770 in Prag, Wien und Salzburg“ erklingen Werke von Franz Xaver Brixi, Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart. Am Pfingstsonntag, dem 5. Juni 2022 erklingt das Instrument dann von der Chorempore, seinem künftigen Aufstellungsort aus, solistisch mit der virtuosen Sinfonia aus der Kantate „Wir danken Dir, Gott“ BWV 29 von Johann Sebastian Bach, ebenfalls gemeinsam mit barocker Orchesterbesetzung, sowie zusammen mit dem Dresdner Kreuzchor in einer festlichen Kantate des früheren Kreuzkantors und Bachschülers Gottfried August Homilius.

Das speziell für die Kreuzkirche konzipierte Instrument wird von der renommierten württembergischen Orgelbauwerkstatt Rohlf gebaut, die sich auf den Bau solcher Instrumente spezialisiert hat. Es verfügt über sechs Register. Schon lange fehlte auf der Chorempore ein adäquates Instrument zur Begleitung der sonntäglichen Gottesdienstmusik, speziell bei Kantatenaufführungen. Das neue, kompakte Instrument ist nicht nur fahrbar, sondern kann auch auf verschiedene Tonhöhen transponiert werden und verfügt damit über die notwendige Flexibilität. Die Truhenorgeln der Orgelbauwerkstatt Rohlf zeichnen sich besonders durch ihre edle Bauqualität und durch ihren trotz der geringen Ausmaße äußerst tragfähigen Ton aus. Die bisherige, fest an der Emporenrückwand und damit weit entfernt von den weiteren Musizierenden aufgestellte Chororgel aus dem Jahr 1957 wird an eine andere sächsische Kirchgemeinde verkauft, wo sie besser ihren Dienst versehen kann als es für dieses Instrument in der Kreuzkirche möglich war.

Fotos zum Orgelbau: © Orgelbau Rohlf

Die Orgelbaumeister Tobias Merkle und Thomas Dehmel lieferten die neue Truhenorgel am Donnerstag, den 19. Mai 2022 zur Mittagszeit an. Kreuzorganist Holger Gehring geht dabei gern zur Hand und lässt sich von beiden Aufbau und Technik erklären. Selbstverständlich wird sofort die Akustik in der großen Kirche getestet. Die verhältnismäßig kleine Truhenorgel hat mit ihren überwiegenden Holzpfeifen einen erstaunlich kräftigen Klang und ist überall sehr gut zu hören. Die beiden Orgelbaumeister sind mit Recht stolz auf ihr Werk. Es ist die bisher größte Truhenorgel der Firma Rohlf und zu dem an einem so besonderen Ort, wie der Kreuzkirche Dresden.

Fotos zur Anlieferung der Orgel: Frank Walther

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Heilung bedeutet, dass der Mensch erfährt, was ihn trägt, wenn alles andere aufhört, ihn zu tragen.